Leben auf dem Land neu interpretiert: Neues Bildmaterial zum Landleben in den USA

INHALTSVERZEICHNIS

Der heutige Tag markiert einen bedeutenden Meilenstein für uns als Creative‑Team. Wir bringen unsere erste Kollektion und einen dazugehörigen Leitfaden für Werbetreibende, Medienverlage, Agenturen und andere heraus – ein ambitioniertes Projekt, mit dem wir dem Bildmaterial der ländlichen Vereinigten Staaten ein neues Gesicht geben möchten. Diese Arbeit war ein echtes Gemeinschaftsprojekt, an dem viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Getty Images und unseren Partnern bei Land O’ Lakes Inc. mit großem Engagement mitgewirkt haben. Ich persönlich bin begeistert und sehr stolz, dass dieses Projekt nun in die Welt hinausgeht. Wie kam es zu diesem Projekt?

Leben auf dem Land neu interpretiert – wie alles anfing

Wie alle unsere Arbeiten begann auch diese mit mehreren Fragen. Was macht einen ländlichen Ort aus? Wer definiert, was ländlich bedeutet? Welche Themen werden im Zusammenhang mit dem Landleben übersehen? Zunächst war ich mir nicht sicher, wie wir diese Fragen beantworten sollten, aber dank des Teams von Land O' Lakes mussten wir nicht bei Null anfangen.

Ihre Recherchen brachten einige wichtige Erkenntnisse zutage, die unsere eigene Arbeit untermauerten:

  • Ländlichist nichtdas Gegenteil von „urban“
  • Es ist vielfältiger, als es oft dargestellt
  • Die Industrie sieht anders aus, aber sie existiert und gedeiht
  • Gemeinschaft und Verbundenheit sind das Herzstück des ländlichen Lebens

Die Herausforderung für unser Team bestand darin, zu beantworten, ob sich diese Realitäten in dem Bildmaterial widerspiegeln, das von Marken, Medien, Agenturen und anderen wichtigen Akteuren der visuellen Kultur am häufigsten verwendet wird. Anschließend haben wir untersucht, wie unsere bestehende Bilddatenbank oder das Bildmaterial, das wir im Auftrag von Land O’ Lakes durch unser Custom Content Team erstellen wollten, die visuellen Defizite, auf die wir gestoßen sind, ausgleichen könnten.

Leben auf dem Land neu erzählt

Obwohl Schätzungen zufolge 87,4 % der Fläche der USA als „ländlich” gelten und etwa 20 % der Bevölkerung dort leben1, bezieht sich laut den VisualGPS‑Untersuchungen von Getty Images nur 5 % des beliebten Bildmaterials auf ländliche Gegenden. Und wenn das Bildmaterial ländliche Themen behandelt, dann sind es meist veraltete und limitierende Klischees, die den Facettenreichtum und die Möglichkeiten des Lebens auf dem Land nicht widerspiegeln. 


Über die Menschen auf dem Land

Visuelle Stereotype: Menschen tauchen in Bildmaterial ländlicher Orte eher selten auf, und wenn doch, dann meist im Freien und nicht in ihrem Zuhause, im Kreise ihrer Lieben, bei alltäglichen Aktivitäten, die wir alle kennen. 

Unsere Chance: Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Bildmaterial zu zeigen, das echte Menschen aus ländlichen Gebieten aller Herkunftsgruppen, ihre engen Beziehungen – sei es zu ihren Familien, Partnerinnen und Partnern oder Freundinnen oder Freunden – und die authentischen Aspekte ihres Alltags, sei es zu Hause oder bei der Arbeit, in den Mittelpunkt stellt.

Auf dem Land

Visuelle Stereotype: Ländliche Gegenden werden eher als unbewohnte, weitläufige, sonnige Landschaften dargestellt, die nur in einem bestimmten Teil der Vereinigten Staaten zu finden sind: dem amerikanischen Westen. Dabei gibt es ländliche Kleinstädte und Kleinstädte in jedem Winkel des Landes, jede mit ihren eigenen natürlichen Merkmalen, einzigartigen Bauwerken und Besiedlungsformen.

Unsere Chance: Wir präsentieren ländliche Gebiete nicht nur als passive Kulisse, sondern betonen die vielfältigen ökologischen und industriellen Besonderheiten der verschiedenen Regionen des Landes.

Aktivitäten im ländlichen Raum

Visueller Stereotyp: Das Alltagsleben in ländlichen Regionen dreht sich ausschließlich darum, entweder die Natur zu genießen – normalerweise alleine – oder landwirtschaftliche Arbeiten zu verrichten.

Unsere Chance: Wir konzentrieren uns auf die vielfältigen Erfahrungen, die ein „gutes Leben” in ländlichen Regionen ausmachen, von der Arbeit über den Schulbesuch bis hin zum Besuch beim Hausarzt und anderen Aktivitäten, die Freude bereiten und ein Gefühl von Geborgenheit vermitteln!

Ein Aufruf zum Handeln!

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was wir bei unseren Recherchen entdeckt haben. Es gibt noch viel zu tun, um Veränderungen im Bereich des ländlichen Storytelling anzustoßen, aber die Möglichkeiten sind vielfältig. Wir glauben an die Kraft der Bilder, um gängige Narrative über oft unsichtbare Bevölkerungsgruppen zu durchbrechen. Das Leben auf dem Land ist reichhaltig und wartet darauf, sichtbarer gemacht zu werden. Machen Sie noch heute mit!

Tristen Norman
Director and Head of Creative Insights, The Americas
Tristen Norman ist visuelle Researcherin und strategische Kreativchefin für Nord- und Südamerika bei Getty Images. Mit mehr als zehn Jahren Erfahrung in den Bereichen Marketing, Kreativität und Markenstrategie arbeitet sie interdisziplinär, um zu verstehen, welche Gründe für die Auswahl von Bildmaterial ausschlaggebend sind, und um Veränderungen in unserer globalen Bildsprache zu erkennen. Diese Erkenntnisse nutzt sie, um die Entwicklung der visuellen Inhalte von Getty Images mitzugestalten und Marken eine bessere Auswahl von Bildmaterial zu ermöglichen. Als überzeugte Verfechterin unterrepräsentierter Gruppen im kreativen Bereich spielt sie auch eine wichtige Rolle bei der Leitung und Unterstützung von Initiativen wie der Nosotros Collection, dem Projekt #ShowUs sowie Partnerschaften und Aktionen mit Organisationen wie SEEHER, Women's Sports Foundation und GLAAD.

Quellen
[1]  HRSA

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