Die Generation Z wünscht sich echte soziale Kontakte
INHALTSVERZEICHNIS
Social Media – eine Hassliebe, die eine ganze Generation geprägt hat. Die Generation Z ist die erste Generation, die mit den sozialen Medien als festem Bestandteil ihres Lebens aufgewachsen ist und ist damit die erste Generation der „Digital Natives“. Während die Millennials den Übergang von analog zu digital miterlebt haben, kennt die Generation Z nur eine Welt, in der soziale Medien, Smartphones und das Internet immer verfügbar waren. Laut VisualGPS‑Untersuchungen von Getty Images sind 71 % der Generation Z der Meinung, dass die sozialen Medien ihnen Echtzeit‑Einblicke in das Weltgeschehen und dessen Auswirkungen auf die Menschen bieten. Dieselbe Generation, die mit dem Internet aufgewachsen ist, ist mit Remote‑Meetings in die Arbeitswelt eingetreten und lernt nun aktiv wieder, wie man offline mit anderen Menschen in Kontakt tritt, wobei sich 73 % der Generation Z mehr persönliche Kontakte als Online‑Kontakte wünscht.
Es waren genau diese letzten Zahlen, die den Kern dieser Fotoserie mit dem Arbeitstitel „Meeting IRL” bildeten. Authentische menschliche Interaktionen standen im Mittelpunkt, daher waren die deutschen Urheberinnen und Urheber von Counter Film mit ihrer Casting‑Kompetenz und der Auswahl von Locations die naheliegende Wahl, um diese Idee umzusetzen. Eine Location mit einem geeigneten Innenbereich wurde gefunden, aber ein weitläufiger Außenbereich sorgte dafür, dass sich die Menschen frei bewegen und in Gruppen unterschiedlicher Größe zusammensetzen konnten. Problematischer war die Menschenmenge. Wir benötigten eine Gruppe von 50 bis 60 Personen, um den Raum belebt wirken zu lassen, alle aus der Generation Z oder Millennials. Allerdings lassen sich echte Momente der Verbundenheit nicht durch das Casting einzelner Personen erzielen, sondern wir benötigten Menschen, die sich kannten. Hier kam der Barbesitzer ins Spiel. Wenn man ein erfolgreiches Lokal besitzt, kennt man offenbar viele Leute, und so gelang es ihm, die erforderliche Anzahl von Gästen zusammenzubringen, die sich auch noch kannten.
Da die Zeit für die Dreharbeiten begrenzt war, entschieden wir uns dafür, mit zwei Videokameras zu arbeiten, sodass wir gleichzeitig verschiedene Bereiche der Location abdecken und die unterschiedlichsten Situationen einfangen konnten. Außerdem entschieden wir uns dafür, die Szenen mit minimaler Regie natürlich vor uns ablaufen zu lassen. Das zahlte sich aus, denn nach etwa einer Stunde Dreharbeiten nahmen die Gäste unsere Anwesenheit nicht mehr wahr und wir konnten diese tollen Momente echter Verbundenheit einfangen, auf die wir gehofft hatten.