Die nächste Generation Schwarzer Führungskräfte in Bildern

INHALTSVERZEICHNIS

Das offizielle Leitthema des Black History Month UK 2025 lautet „Standing Firm in Power and Pride”.1Es knüpft an historische Meilensteine wie den 60. Jahrestag des britischen Race Relations Act2 und den von Paul Stephenson angeführten Bristol Bus Boycott3 an und unterstreicht den noch immer andauernden Kampf für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung im Vereinigten Königreich. Für Marken bietet sich hier eine Gelegenheit, die Führungsrolle Schwarzer Briten zu visualisieren und gleichzeitig die Geschichte zu würdigen, die ihre Kultur prägt. Denn laut der VisualGPS‑Untersuchungen von Getty Images sagen 82 % der Menschen in Großbritannien, dass Schwarze Briten und ihre historischen Geschichten ein wichtiger Teil der Geschichte ihres Landes sind.

Schwarze Frauen in der ersten Reihe 

Schwarze Frauen waren schon immer in Führungspositionen in Wirtschaft, Kultur, Politik und Gesellschaft erfolgreich. Führungspositionen sind nicht neu für Schwarze Frauen. Von Baroness Valerie Amos, der ersten Schwarzen Frau im britischen Kabinett,4 die die Untersuchung des NHS zu Mutterschaft und Neugeborenen5 leitete, bis hin zu führenden Persönlichkeiten aus der Kultur wie June Sarpong OBE, die den Weg für mehr Vielfalt in den Medien geebnet hat.  Die Suchanfragen der Kundinnen und Kunden von Getty Images für Bildmaterial von weiblichen Führungskräften unter dem Begriff „Frauen in Führungspositionen” nehmen seit Jahren zu. Doch allzu oft werden Schwarze Frauen in den Medien unterrepräsentiert oder eher im Zusammenhang mit „Kampf und Überwindung”6 als mit Erfolg dargestellt.

Tatsächlich zeigen Untersuchungen, dass Schwarze Frauen in den letzten 12 Monaten in dem bei britischen Kundinnen und Kunden beliebten Bildmaterial fünfmal seltener als Führungskräfte dargestellt wurden als ihre weißen Kolleginnen. Für Marken bietet sich hier die Chance, Schwarze Frauen in verschiedenen Führungspositionen zu zeigen, beispielsweise als Wissenschaftlerinnen, Unternehmerinnen und Pädagoginnen. Laut den VisualGPS‑Untersuchungen von Getty Images ist es 74 % der britischen Frauen wichtig, dass die Unternehmen, bei denen sie einkaufen, Vielfalt in jeder Form wertschätzen. Schwarze Frauen als Führungskräfte zu zeigen, ist Ausdruck von Identität und beruflicher Kompetenz. Marken können Schwarze Frauen als Führungskräfte unterschiedlichen Alters, mit unterschiedlicher Haarstruktur, Hautfarbe, Herkunft und persönlichem Stil darstellen. Mit Kampagnen, in denen Schwarze Frauen als Führungskräfte gezeigt werden, erzählen Marken nicht nur Geschichten. Sie verleihen Stimmen Gehör, die bereits jetzt unsere gemeinsame Zukunft gestalten.   

Schwarze Männer gestalten ihre Zukunft 

Die Visionen und Lebenserfahrungen Schwarzer Männer treffen in Führungspositionen häufig aufeinander und bringen unterschiedliche Sichtweisen in Entscheidungen, Innovationen und Problemlösungen ein. 2025 erhielt der Rapper Stormzy die Ehrendoktorwürde der Universität Cambridge, nicht für seine Chart‑Erfolge, sondern für sein unermüdliches Engagement für die Bildung und Chancengleichheit von Schwarzen Studenten in Großbritannien.7 Mit seinem Stipendienprogramm und seiner kontinuierlichen Unterstützung für junge Schwarze Studenten hat er Türen geöffnet, die einst verschlossen waren, und damit bewiesen, dass Führung nicht nur in Vorstandsetagen oder politischen Ämtern stattfindet.

Trotz des zunehmenden Interesses bestehen weiterhin Diskrepanzen hinsichtlich der Sichtbarkeit. Unsere VisualGPS‑Untersuchungen zeigen, dass weniger als 1 % der Schwarzen männlichen Fachkräfte in Führungspositionen zu sehen sind, die nicht im Bereich IT oder Beratung angesiedelt sind. Bei der Auswahl von Bildmaterial ist es wichtig, deutlich zu machen, wie Schwarze Männer als Führungskräfte wahrgenommen werden: als Pädagogen, Teamleiter, Ärzte oder Unternehmer. Durch aussagekräftiges Storytelling können Marken die Kultur Schwarzer Briten und ihren Einfluss auf die heutige Führungskultur widerspiegeln.

Ein inklusiver Ansatz beim visuellen Storytelling von Marken stärkt nicht nur das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit, sondern sorgt auch dafür, dass die Führungsqualitäten, Erfahrungen und Stimmen Schwarzer Männer und Frauen authentisch dargestellt werden.

Davina Ajana
Creative Insights Manager, EMEA
Davina Ajana verfügt über umfangreiche Erfahrungen in den Bereichen Gestaltung, Marketing und Branding im Handel. Als Markenberaterin hat sie Marken geholfen, ihre visuelle Identität weiter auszubauen. Im Rahmen ihres Masterstudiengangs in Fotografie und Urban Cultures untersuchte sie die Beziehung zwischen urbanen Räumen und Identitäten. Als Creative Insights Manager für EMEA bei Getty Images untersucht sie in Zusammenarbeit mit verschiedenen Branchen, welche Arten von Bildern am besten bei ihrem Publikum ankommen. Gemeinsam mit ihrer Tochter hat Davina Ajana ein unabhängiges Printmagazin veröffentlicht, mit dem junge Leserinnen und Leser inspiriert und motiviert werden sollen.

Quellen
[1] BHM
[2] UK Parliament
[3] The Guardian
[4] Wikipedia
[5] GOV.UK
[6]  Black Ballad
[7]  The Guardian

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